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Überblick - PSSD Hilfe Deutschland e. V.

SSRI und PSSD – Was ist das eigentlich?

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) sind Antidepressiva. Als eine der häufigen Nebenwirkungen verursachen sie während der Einnahme Sexualstörungen. Dies ist weithin bekannt und steht auch in der Packungsbeilage. Was jedoch nur die wenigsten wissen und wovor auch nirgends gewarnt wird: Die sexuellen Störungen verschwinden bei einigen Personen auch nach dem Absetzen des SSRI nicht.

Neben den sexuellen Symptomen treten bei vielen Patienten auch bleibende Störungen endokrinologischer, emotionaler, kognitiver und neurologischer Art auf.

 

Der Medikamentenschaden läuft unter der Bezeichnung PSSD, Post-SSRI Sexual Dysfunction, obwohl die Symptome bei vielen Betroffenen auch über den sexuellen Bereich hinausgehen.

 

Neben SSRI können auch andere Psychopharmaka wie SSNRI, Selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, atypische Neuroleptika und eventuell SSRE, Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Erhöher, bleibende Nebenwirkungen verursachen.

Typische Symptome von PSSD

Folgende Symptome können auftreten, wobei nicht bei jedem Betroffenen alle der genannten Symptome auftreten:

  • Verminderte oder fehlende Libido
  • Impotenz
  • reduzierte oder ausbleibende Vaginalbefeuchtung
  • Schwierigkeiten, eine Erektion oder sexuelle Erregung hervorzurufen oder aufrechtzuerhalten
  • Andauernde genitale Erregungsstörung trotz sexueller Erregtheit
  • schwacher, verspäteter oder ausbleibender Orgasmus 
  • weniger intensiver bzw. überhaupt nicht befriedigender Orgasmus
  • verminderte Empfindlichkeit bzw. komplette Taubheit des Penis, der Vagina oder der Klitoris
  • reduzierte bis gar keine Reaktion auf sexuelle Reize 
  • vermindertes Sperma-Volumen
  • verminderte bzw. gänzlich fehlende Emotionen (negativ/positiv)

Neben den genannten Symptomen im sexuellen Bereich, können zusätzlich Störungen anderer Bereiche vorliegen. Werfen Sie hierzu einen Blick in die Rubrik Symptome.

 

PSSD kann nach Absetzen des Medikaments viele Monate oder Jahre andauern. Es gibt Fälle in denen PSSD seit über 15 Jahren besteht.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Momentan sind keine Therapien/Heilmittel bekannt, die PSSD beheben.

Das wollen wir als Verein:

  • Betroffene und Gefährdete informieren und unterstützen
  • Ärzte und Forschungseinrichtungen informieren
  • zu Forschungsprojekten aufrufen
  • Behandlungsmöglichkeiten finden

AKTUELLES

'01.2020:

Aktuell wird der Kontakt zu Verlagen hergestellt, um durch die Veröffentlichung von Artikeln über PSSD weitere Betroffene zu erreichen, Ärzte/Fachpersonal, sowie die Öffentlichkeit zu informieren.


13.12.2019:

Ärzteblatt warnt vor persistierenden Störungen nach Absetzen von Antidepressiva und benutzt erstmalig den Begriff PSSD.


23.11.2019:

Besuch des DGPPN Kongresses, zwecks Vernetzung mit anschließendem Rundem Tisch.


10.11.2019:

Die Planungen für einen Runden Tisch mit interessierten Experten laufen. Genauere Informationen folgen.


28.09.2019:

Eingang positiver Rückmeldungen auf unsere Forschungsanfrage


'09.2019:

Forschungsanfragen an alle relevanten Institute und Zentren der deutschen Unikliniken


27. August 2019:

Fernsehbericht über PSSD im ZDF:

09:05-10:30 Uhr:

Volle Kanne

21:00-21:45 Uhr: Frontal21


06. August 2019:

Kontaktaufnahme mit Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)


11. Juni 2019:

Europäische Arzneimittelbehörde erkennt PSSD an

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